„Osterfest“ beim PSV
 Ein Frohes Osterfest für alle

Ostern ist bekanntlich eines der wichtigsten Höhepunkte für Christen im Jahreskalender nach Weihnachten. Die Hinrichtung von Jesus mit der Kreuzigung hat die Welt für immer verändert. Aber auch sonst hat Ostern allerhand an Traditionen und Ritualen zu bieten. Denn nicht jeder Mensch kann was mit Jesus, Golgatha und Auferstehung anfangen. Aber Ostern, genau wie Weihnachten, zieht eben jeden Menschen in seinen Bann und hat etwas ganz besonderes zu bieten.
Beginnen tut Ostern bereits für viele schon Tage und Wochen vorher. Manche beginnen bereits mit der Fastenzeit 40 Tage vor Ostern. Bei Anderen beginnt alles mit Ostereier aufhängen, Ostersträuße mit den vielen kleinen Erbstücken putzen, Ostergeschenke einkaufen oder Ostereier bemalen, wie es unsere Oma Christel schon über viele Jahre tut.
Dann das Osterwochenende mit Beginn am Gründonnerstag, dem eigentlichen Gedenktag an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern.  Ok, es ist noch Schule. Aber in den Köpfen der meisten Schüler (vor allem der Jüngeren) steht an diesem Tag doch was ganz anderes im Mittelpunkt: Wir gehen Betteln. Eine Tradition, die ganz unterschiedlich verbreitet ist. Bei uns im Verein wird der normale Trainingsbetrieb zum sogenannten „Bettellläufchen „ genutzt. So muss keiner auf sein „Betteln“ verzichten. Wir laufen in kleinen Gruppen gemeinsam unsere Vereinskameraden Verwandte und Bekannte in Jonsdorf an. Und innerhalb der Trainingsgruppe macht das auch doppelt so viel Laune. Am Ende des Sondertrainings wird alles zur Auswertung auf dem Tisch ausgebreitet. Nach dem Motto: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“.  Da kommt immer wieder ganz schön was zusammen. Dann kann Jeder sich was mitnehmen und der Rest kommt in die große Gemeinschaftsschüssel. Davon werden wir dann bei den nächsten Trainingseinheiten immer noch etwas zu Naschen haben. Das ist eben Vereinssinn, wo wir gemeinsam für uns unterwegs sind.
Dann kommt der Karfreitag. Der Kreuzigungstag von Jesus. Ein trüber Feiertag, ein stiller Tag, so wie auch in diesem Jahr das Wetter war. Pfarrer Mai wollte diesem Tag bei seiner sehr guten Predigt zwar noch etwas Positives abringen, aber das ist und bleibt ein schwerer Versuch. Eine Hinrichtung von Jesus oder von Jan Huss oder Dietrich Bonhoeffer bleiben grausame Akte an Christen und den Hinterbliebenen. Ob man dann daraus noch Vergebung, Erlösung, Hoffnung, Liebe oder einen Sieg über den Tod ableiten kann, bleibt mir als Mensch verschlossen.
Am Karsamstag geht es bei uns im Verein wieder ganz heiß her. Denn da trafen sich gleich mal über 40 Vereinsmitglieder zum „Osternester- Such- Lauf“. Nach einer ordentlichen Crossrunde je nach Groß oder Klein, trafen wir dann alle bei Heinis Wäldchen oberhalb der Bimmelbahn Strecke ein. In diesem Jahr waren wir damit ganz in der Nähe von Rica. Unseren Kinderlärm hat sie garantiert gehört. 35 Osternester wurden versteckt. Und wir haben wohl auch alle gefunden. Vielleicht bleibt aber auch eins für die Mäuse.
Am Ostersonntag geht es für die Einen zum Ostergottesdienst in die Kirche, die Anderen besuchen ihre Liebsten, aber alle suchen Ostereier. Unsere Frauentrainingsgruppe trifft sich am ganz frühen Morgen (vor Sonnenaufgang normaler Weise) des Ostersonntages zum Osterwasser holen. Allerdings gibt es dafür strenge Regeln. Denn der gesamte Weg (hin und her) muss schweigend zurück gelegt werden. Sonst wird das Wasser aus der Quelle oder aus dem Bach entweiht und wird zum „Plapperwasser“. Wenn man diese Hürde allerdings übersteht, soll das Wasser heilende, verjüngende und eine gewisse Schönheitswirksamkeit haben. Na, dann mal los meine Damen. Ich werde dann am Mittag unseren Osterbraten (Keine Angst, es ist nicht der letzte Osterhase.) genießen. Dann geht es im Anschluss zum Eierkullerberg. Es ist ein Brauch aus der Dübener Heide. „Ostereier kullern“ Aber wir haben einfach keine Chance. Erneut gewann Elke mit dem weitesten gekullerten Ei. Am Abend treffen sich Einige unseres Vereines in Oybin zum Osterfeuer und Kesselgulasch in gemütlicher Runde. Dem sogenannten Passafeuer, Judasfeuer, Hexenbrennen oder verbrennen einer Puppe, die den Winter symbolisiert. Also, ein Feuer, was die Sonne symbolisiert und endgültig den Winter vertreibt. An diesen Osterfeuern wurden einst die Osterkerzen angezündet, die als Symbol Christi als Licht der Welt dann in die Kirche getragen wurde. Und es gibt noch mehrere Bräuche in unserer Nähe. Das Osterschießen in Ruppersdorf zum Beispiel, wo durch Blitz und Donner böse Geister vertrieben werden sollen. Wir kennen alle das Osterreiten/ Ostersaatreiten in Ostritz, wo seit 500 Jahren die Botschaft der Auferstehung von Christi dargestellt wird. Wo man ein gutes Wachstum der Saat und eine gute Ernte erbittet. Ja, an Ostern ist allerhand los. Da hat man keine Zeit zum Verschnaufen. Wie gut, dass es da noch den Montag als Feiertag gibt, wo man endlich mal zur Ruhe kommt. Vielleicht  kann man auch mal einen „Osterspaziergang“ genießen. Das Lukasevangelium erinnert laut biblischer Überlieferung an den Ostermontag.
Unser Montagstraining verschieben wir in dieser Woche mal auf den Dienstag. Denn ganz ohne unser Training können wir in dieser Woche nicht bleiben, da wir am Wochenende zum Team-Duathlon auf unserer Grenzwiese starten. Bis dahin allen eine gute Zeit.

Liebe Ostergrüße   V. Heinrich
Bilder


PSV Zittau e.V. Abteilung Ski